Wohltuend gelobt und gehudelt in Wort und Tat:


 Eine Marzipantorte von den 4. Klassen der Achim-Bröger-Schule Sereetz
 Ein Orden von einer 5. Klasse des Gymnasiums Stolzenau
 Aus der Fachgruppe Deutsch des Gymnasiums Himmelsthür
 Ausschnitt aus dem Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur
 Nina Ruge zu Meyers großem Kinderlexikon
 Die Kölnische Rundschau zu Meyers großem Kinderlexikon
 Die Braunschweiger Zeitung zu Meyers großem Kinderlexikon
 Die Braunschweiger Zeitung zu diversen Kindergeschichten
 Aus Fragebögen der Pädagogischen Hochschule Luzern
 „Hilfe, unser Kind liest nicht!“ (54. Prümer Grundschulforum)
 Die Kornwestheimer Zeitung am 31. Mai 2008
 NOR v. 23. März 2009
 Die Allerzeitung am 16. März 2012
 Die Rheinpfalz am 10. Dezember 2009
 Von einem österreichischen Landesschulrat
 Von der Bibliotheksgesellschaft Celle
 Die Odenwälder Zeitung am 17. Oktober 2012
 Die GEW über »Vier Fälle für die Power-Maus«
 Man benennt eine Schule nach mir
 
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Diese riesige Marzipantorte schenkten mir die 4. Klassen der Achim-Bröger-Schule in Sereetz als Dank für eine Schreibwerkstatt. Alle Beteiligten haben sie später genussvoll verspeist.

Und das stand drauf:

1. Auflage 2012

Copyright für diese Ausgabe: Arena Verlag, Würzburg 2012
Einband und Innenillustrationen: Herr Prichatz
Gesamtherstellung: Mest Marzipan GmbH
ISBN 746-2-974-30792-1

***

www.arena-verlag.de

Klasse 4a und 4b
der Achim-Bröger-Schule

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ICH
IN 30 JAHREN

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Geschichten von der 4a und 4b
aus der Schreibwerkstatt
mit Achim Bröger




Am 25. Februar 2010 erhielt ich von einer 5. Klasse des Gymnasiums Stolzenau diesen Orden.



Aus der Fachgruppe Deutsch: Wenn der Autor kommt
(Nachlese zu einer Autorenlesung im Musiksaal unserer Schule)

... Gegen diese Präsenz von Autorität, vorgeführt auch noch von einem überaus sympathischen Menschen, der an diesem Tag aber auch auf alle Fragen eingeht, sie ernst nimmt und erschöpfend zu beantworten versucht, kann man als Lehrer nicht konkurrieren. Und wenn am Schluss eine kleine Schülerin vor Freude durch den Raum hüpft, weil ihr der Autor Achim Bröger i h r Buch signiert hat, und das auch noch mit persönlicher Widmung, dann wird der Lehrer blass vor Neid und versteht die Welt nicht mehr; hat er doch jede Klassenarbeit desselben Mädchens auch handsigniert und ebenfalls mit persönlicher Widmung bedacht, an solchen Freudentaumel der Empfängerin aber kann er sich nicht erinnern...

Jens Ramuschkat

(aus dem Jahrbuch 2005 des Gymnasiums Himmelsthür)


Ausschnitt aus dem Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur
von Dr. Malte Dahrendorf

Achim Bröger pflegt eine breite Palette des Schreibens für Kinder und Jugendliche, eines Schreibens, zu dem er sich als einer wichtigen, ja unersetzlichen Aufgabe bekennt. Daß man ‚nur‘ für Kinder schreibe, bedeutet für ihn eine unverdiente Abwertung. Er gehört überdies zu denjenigen Autoren, die mit dazu beigetragen haben, dem Schreiben für Kinder ein neues Ansehen zu verschaffen. Es war insofern ein glücklicher Zufall, daß Bröger Anfang der 70er Jahre zu Schreiben begann, als man dazu überging, dem Schreiben für Kinder einige seiner traditionellen Tabus zu nehmen und ein neuer Realismus in der Kinderliteratur sich ausbreitete. Dabei hat er es vermieden, sich in seinen Darstellungen zu weit von den Kindern und ihren Verständnismöglichkeiten zu entfernen. Es war immer sein Ehrgeiz, den „kindlichen Ton“ zu treffen und kindlichem Denken und Fühlen zu entsprechen. Bröger verfügt über ein ungewöhnliches Maß an Einfühlung in Kinder und ihre Probleme...
Achim Bröger gehört zu denjenigen Schriftstellern, die – bei allem nie vergessenen Bezug auf ihre Adressaten – ihre Geschichten immer auch wieder Erwachsenen erzählen. Wenn Bröger sich – zumindest indirekt – häufig auch an Erwachsene richtet, dann deshalb, weil Kinder nie ohne die Gesellschaft Erwachsener denkbar sind, die ihnen Entwicklungsimpulse geben, denen sie oft genug aber auch ausgeliefert sind – und weil in jedem Erwachsenen immer noch das Kind steckt, das er einmal war.


Zu Meyers großem Kinderlexikon:

Nina Ruge (Fernsehmoderatorin): Mein Lieblingsbuch

... Aber ich käme natürlich nie auf die Idee, ein Lexikon mit seinen tausend Stichwörtern und Erklärungen von vorne bis hinten durchzulesen – das bringt ja gar nix, da kann ich gleich das Telefonbuch auswendig lernen ... Moment! EIN Lexikon gibt's, das ist anders. Da macht es echt Spaß, so richtig drin herumzuschmökern, von A bis Z. 1150 Lexikongeschichten lang. Das liegt natürlich – wie immer im Leben – an den netten Menschen. Im Lexikon! Ja, in DIESEM gibt's die wirklich. Sechs Kinder, alles Freunde, alle wohnen in der Meyerstraße, und die meisten gehen in die dritte Klasse.
Und wenn du dieses Lexikon aufschlägst, dann triffst du diese netten Kinder überall wieder. Denn alle Dinge, um die es geht, alle Dinge, die erklärt werden, die kommen ja auch im Leben vor – in deinem, in meinem – und in dem von Daniel, Lena, Jakob, Anke, Tim und Ibo aus der Meyerstraße.
Und für alle, die nicht nur lesen, sondern auch gucken wollen: Wie sehen die überhaupt aus, die Kinder? Oder ein Fernsehstudio anschauen wollen, wie das von LEUTE HEUTE ... Für die gibt's 850 Zeichnungen, natürlich in Farbe!
Also gut: „F“ wie „Fernsehen“: Da erfährst du, was alles beim Fernsehen-Machen passiert – vom Fernsehstudio bis ins Wohnzimmer hinein.
Und was geht ab bei „F“ wie „Fest“? Verrate ich nicht.
Selber lesen!


Zu Meyers großem Kinderlexikon:

Der Clou: Die Erklärungen sind in spannende Sachgeschichten verpackt. Toll!
Kölnische Rundschau 2. 5. 2017


Aus Fragebögen der Pädagogischen Hochschule Luzern von 2008, 2009, 2012 und 2015 (Feedback von Lehrern):

zum Autor:


zu den Schülern:


Hilfe, unser Kind liest nicht!

54. Prümer Grundschulforum: Die Sorge vieler Eltern war das Thema

„Die Zeit des Buches ist vorbei“, so hört man es seit Jahr­zehnten, „schuld daran sind das Fern­sehen, die Digitalisierung und das Internet.“ Achim Bröger, renommierter Kinder- und Jugend­buch­au­tor sowie Referent des 54. Prümer Grund­schul­forums, sah das anders.

Von unserem Mitarbeiter
Elmar Kanz.

Prüm. Zahlen, die belegen, dass das Buch lebt, prä­sentierte Rektor Klaus Hack beim 54. Prümer Grund­schul­forum. Im Namen der Bertrada-Grundschule und der mitver­anstal­tenden Katholischen Erwach­senen­bildung (KEB) hieß er die Forums­teil­nehmer will­­kommen. Demnach wurden 1985 rund 64 000 Bücher verlegt, 1996 waren es 72 000 und 2006 stieg die Zahl auf 95 000. Hack zitierte den Vor­steher des Börsen­­vereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder: „Rund 600 Jahre nach Johann Gutenberg gibt es in Deutsch­land einen Boom für das gedruckte Buch. Die Medien stehen sich nicht gegen­seitig im Weg. Sie ergänzen sich.“ „Literatur ist immer der Reflex auf gesell­schaft­liche Verän­derungen“, sagt Achim Bröger.

Ihn reizen vor allem Themen, „in denen die Erwartungen aufein­ander stoßen.“ In der Welt der Kin­der sei­en das „der Fe­rien­beginn“, „der Sonntags­spazier­gang“, „Weih­nach­ten“, „der Besuch bei Be­kann­ten“ und ähnliche Episoden – „alles, was sich zunächst gut anhört.“ Scharf beob­achtend zaubert der Autor daraus die herr­lichsten Geschichten, fanta­sievoll, spannend, witzig und gleicher­maßen interessant für Kinder und Erwachsene.

Als subtiler Kenner der kindlichen Psyche plädiert Bröger für ein „Bündnis Buch“ zwischen Kindern und Eltern. Lesen müsse etwas Inter­essantes sein. Das Vor­lesen solle und könne allen, Kindern, Eltern, Onkeln, Tanten und den Groß­eltern Spaß machen. Dabei bedürfe es jedoch auch der richtigen Atmo­sphäre – „alle mög­lichst eng beisammen.“ Letzteres lasse sich besonders in Kinder­gärten gut praktizieren.

Ein positives Zeugnis stellt Achim Bröger dem Buchhandel und den öffent­lichen Biblio­theken aus. Während man sich in den Geschäften weitgehend auf Kinder als Kunden eingestellt habe, bemühten sich die Biblio­theken zunehmend um ein kindge­rechtes Ambiente.

An die Teilnehmer des 54. Prümer Grundschulforums richtete der Autor die Bitte: „Ihr heute Erwachsenen, lasst euch begeistert ein auf eure Kinder und ihre Literatur. Wenn ihr das tut, wird das Gerücht von den lese­resisten­ten Kindern ein Gerücht bleiben.“

EXTRA
Ein aktuelles Thema und ein hochkarätiger Refe­rent sind das Erfolgs­rezept des Prümer Grund­schul­forums. Achim Bröger wurde 1944 in Erlangen geboren. Nach einigen Jahren Teilzeit­beschäftigung in einem Schulbuch­verlag widmete er sich ausschließ­lich dem Schreiben. Seit 1980 ist er als freibe­ruflicher Schrift­steller tätig. Er schreibt fanta­sievolle und witzige Geschichten, aber auch Alltags­geschichten für Kinder und Jugend­liche. Zudem ist er Verfasser eines erzählenden Lexikons, eines Kinder­atlas, zahl­reicher Hör­spiele, Drehbücher und Theater­stücke. 1975 erhielt er den Deutschen Schall­platten­preis und 1987 den Deutschen Jugend­litera­turpreis. Seit 1981 ist Achim Bröger Mitglied des PEN. Seine Bücher wurden in 28 Sprachen über­setzt. Er lebt heute mit seiner Frau in Sereetz zwischen Lübeck und der Ostsee.

Trierischer Volksfreund v. 9. April 2008



Erst die Fragen, dann das Vorlesen

Kinder- und Jugendbuchautor Achim Bröger in der Bücherei – Der 64-jährige schreibt auch für Funk und Fernsehen

Kornwestheim. Nein, Achim Bröger ist weder Illustrator noch Verleger oder gar Buchhalter. Obwohl der gebürtige Erlanger am Donnerstag in der Stadtbücherei gleich mehrere Bücher in den Händen hielt. Aus dreien davon hat der 64-Jährige Zweitklässlern vorgelesen.

Von Stefanie Köhler

Weil sich Achim Bröger üblicherweise von seinen kleinen Zuhörern zuerst Löcher in den Bauch fragen lässt, bevor er mit der Lesung beginnt, ist die Raterunde um seinen Beruf nach einigen Fehlantworten schnell beendet: Schriftsteller. Außerdem, lässt Bröger die Zweitklässler nach und nach noch erraten, schreibe er auch für drei „Kästen“. Das Radio, das Fernsehen und die Bühne nämlich. Mit Fragen wird Bröger im wahrsten Sinne des Wortes überschüttet. Gewollt. „Wenn die Kinder erst am Schluss ihre Fragen stellen dürfen“, weiß der Autor, „werden sie unruhig.“ Nach rund 15 Minuten sind die beiden zweiten Klassen der Uhland- und Silcherschule im Bilde: Bröger kommt aus einer Schreiberfamilie, hat in 43 Jahren 81 Bücher geschrieben, sein liebstes Werk heißt „Oma und ich“,

er muss als hauptberuflich tätiger Autor keineswegs am Hungertuch nagen, arbeitet mit drei Verlagen zusammen, sein neues Buch ist in Arbeit, hat aber noch keinen konkreten Titel, und fast sechs Jahre lang hat er über „Meyers erzähltem Kinderlexikon“ gebrütet. Ein beeindrucktes und langgezogenes „Wow“ raunt nicht nur einmal durchs Untergeschoss der Stadtbücherei.

Postwendend stellt auch Bröger seinen Zuhörern viele Fragen. „Wer von euch schreibt und liest gerne?“, „Warum lest ihr?“, „An welchem Ort lest ihr am liebsten?“ Dass Kinder heutzutage kaum mehr Bücher in die Hände nehmen würden, entpuppt sich bei den Zweitklässlern als Gerücht. Für den achtjährigen Stefan hat Bröger einen besonderen Tipp: Der Silcherschüler solle einfach Pappe als Bucheinband nehmen. Denn Stefan schreibt gerne Fantasiegeschichten, weiß aber nicht, wie er sie einbinden soll.

Schließlich greift Achim Bröger, der mittlerweile in Sereetz bei Lübeck lebt, zum ersten Buch. Die Geschichte von „Jakobs Zauberhut“, bemerkt er, sei ihm vor vier Jahren eingefallen.

Der 64-Jährige beginnt zu lesen. Hinter dem Tisch, auf dem sich Brögers Bücher stapeln, steht ein Stuhl. Doch der Autor liest lieber stehend, lehnt sich dabei lässig an den Tisch. Kontinuierlicher Kontakt und Kommunikation mit den Kindern ist ihm wichtig. Immer wieder richtet er an die kleinen Zuhörer Fragen. Der Autor zückt ein zweites Buch, hält es in die Höhe, weist auf den „merkwürdigen Umschlag“ von „Nickel und die wunderbare Geheimtür“ hin. „Das ist ein Wackelbild“, erklärt er. Abermals liest Bröger nur seitenweise vor. Wie die Geschichte ausgehe, will Stefan wissen. Bröger blättert nach hinten. Grinsend meint er: „Das letzte Wort lautet ,erzählen'.“ Der Achtjährige gibt sich damit zufrieden. Ihm habe die Lesung gut gefallen, meint der Schüler später. Bevor er die Leseratten ermuntert, seine Bücher durchzublättern, stellt Bröger ihnen noch „Der große Diercke Kinderatlas“ vor. Er verrät: Die Atlanten in der Schule fände er oft etwas langweilig.

Am Ende schnappt sich der siebenjährige Cem das Buch über Nickel und macht es sich auf dem roten Ledersofa bequem. Fröhlich stimmt er Stefan zu: „Die Lesung war super.“

Kornwestheimer Zeitung v. 31.05.08



„Ich kann mir aussuchen, worüber ich schreibe“

Autor Achim Bröger liest für Schüler am Schulzentrum Lerchenstraße
Seine Bücher verfasst der Schriftsteller mit dem Bleistift

Von Julia Ladebeck
Aumund-Hammersbeck. Bei seinen Besu­chen in Schulen, Bibliotheken und Buch­hand­lungen hat Achim Bröger eines herausge­funden: Die Annahme, dass Kinder und Jugendliche wenig lesen, stimmt einfach nicht. Das bestätigte sich auch am Schul­zentrum Lerchenstraße wieder, wo der Autor vor Schülerinnen und Schülern mehrerer Klassen aus seinen Büchern las und mit ihnen Gespräche führte.
Beinahe alle 50 Kinder meldeten sich, als er die Mädchen und Jungen fragte, wer von ihnen in der vergangenen Woche – unabhängig vom Schulunterricht – ein Buch gelesen habe. „Ich finde das wirklich toll“, lobte Bröger... Mit Achim Bröger lernten die Schüler einen Autor kennen, der sich auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur schon lange einen Namen gemacht hat.
So ist er Verfasser von „Meyers erzähltes Kinderlexikon, Sachgeschichten von A bis Z“ und „Der große Diercke Kinderatlas“. Für sein Buch „Oma und ich“ erhielt er 1987 den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Sein Buch „Mein 24. Dezember“, in dem Weihnachten aus der Sicht eines Hundes geschildert wird, gehört zu den meist gelesenen Kinder-Weihnachtsbüchern in Deutschland. Außerdem gehören zu seinen Werken Hörspie­le, Fernsehfilme, Theater­stücke und Überset­zungen... Insgesamt habe er bisher 84 Bücher veröffentlicht.
Angesichts dieser Zahl war ein Junge sichtlich beeindruckt: „Wie schaffen Sie es bloß, so viel Text zu schreiben?“, fragte er erstaunt. „Ich habe Spaß am Schreiben, bin trainiert und kann mir selbst aussuchen, worüber ich schreibe. Deshalb fällt es mir nicht schwer“, erklärte der Schriftsteller. Auch sein Rezept für neue Ideen verriet er den Kindern: „Ich ziehe meine Trainingssachen an und laufe in den Wald. Dabei kommen mir immer neue Ideen.“ Seine Bücher schreibe er nicht auf dem Computer, sondern mit dem Bleistift. „Computer sind mir zu unsicher. An denen ist ständig etwas kaputt und dann müssen sie zur Reparatur. Außerdem mag ich es nicht, wenn zwischen mir und meinen Geschichten eine Maschine steht.“
Er griff in seine Tasche und holte eine Klarsichtfolie hervor. Eng beschriebene Seiten steckten darin. „So sieht ein Manuskript von mir aus.“
Achim Bröger befragte auch die Schüler: „Wer von euch setzt sich zuhause hin und schreibt Geschichten oder Tagebuch?“ 15 Arme schossen in die Höhe. Aus seinem Buch „Schön, dass es dich gibt“ las er den Kindern schließlich eine Geschichte vor. Sie handelte von Bernd, der eine Narbe am Kopf hat und irgendwie anders ist als seine Klassen­kameraden. Er verhält sich auffällig, wird immer aggressiver. Die Lehrer warnen die Mitschüler, Bernd bloß in Ruhe zu lassen. Eines Tages wird Bernd krank und kommt nicht mehr wieder. „Die Geschichte bewegt mich immer sehr, wenn ich sie vorlese, denn ich habe sie als Kind genau so erlebt“, erzählte Bröger. „Ich habe sie geschrieben und auch den Namen bewusst nicht verändert, weil ich gehofft hatte, dass ich Bernd dadurch irgendwann finde.“ Bisher habe sich jedoch niemand gemeldet. „Heute glaube ich, dass Bernd früh gestorben ist.“

(NOR v. 23. März 2009)


Lesebegeisterte Pennäler löchern Autoren mit Fragen
Gifhorn: Achim Bröger liest im Otto-Hahn-Gymnasium

(cn) Wenn Kinder- und Jugendbuchautor Achim Bröger schreibt, dann mit dem Bleistift. Schreibmaschine und Computer hat er zwar auch mal ausprobiert, aber das war irgendwie nichts. Und weil er Bleistifte auch sonst schön findet, sammelt er sie auch. Rund 300 habe er zuhause, erzählte er den Sechstklässlern gestern am kleinen Otto-Hahn-Gymnasium.

Der Schriftsteller machte dort auf seiner Lesereise Station. Und die Schüler nutzten die Gelegenheit und löcherten ihn mit Fragen. Dabei stellte sich dann zum Beispiel heraus, dass Bröger neben Bleistiften zwar auch einige Radiergummis besitzt. Doch längst nicht so viele.

Wirklich berühmt ist er nicht. Zumindest nicht als Person: Wenn im Zug ein Kind eines seiner Bücher liest, kann Bröger ihm ohne Probleme unerkannt dabei zusehen. „Nur in meinem Heimatort, da kennt man mich und hat die Schule nach mir benannt.“

Auf seinen Beruf sei übrigens nicht er gekommen, sondern der Beruf sei auf ihn gekommen. Er hat erst in einem Verlag gearbeitet und nur nebenbei geschrieben. Mit 21 Jahren zwar sein erstes Buch, aber erst ab 30 sei er immer mehr zum Autor geworden. Gut gefalle ihm, dass er über sich selbst entscheide, sein eigener Chef sei.

Nach den vielen Fragen las Bröger aus „Flammen im Kopf“ vor, wobei er die Schüler durch Fragen stark einband.

Allerzeitung v. 16. 3. 2012


Himmlische Freunde
und spannende Fragen

AB 6 JAHREN: „Mein wunderbarer Weihnachts-Elch“

Von GISELA ESSER

Der kleine Elch streift gerne durch den Winterwald. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen liebt er es nicht, alleine unterwegs zu sein. Er hätte gerne einen Freund. Eines Tages beobachtet er zwei seltsame Rotmützen auf Mountainbikes, die sich an einem geheimen Briefkasten zu schaffen machen. Er beschließt, das Geheimnis zu lüften. Dabei lernt er Paul Engel kennen. Der große, blonde Paul lebt auch alleine und freut sich sehr, als der Elch über seine Türschwelle tritt.

Mit „Mein wunderbarer Weih­nachts-Elch“ präsentiert Achim Bröger, der Vater von „Flocki“, wieder einmal eine liebevoll-amüsante Geschichte. Kein Auge bleibt trocken, wenn der mit Turban und Motorradbrille verkleidete Elch mit seinem neuen Freund durch die Geschäfte zieht und bei der Suche nach den Rotmützen so manche Bescherung anrichtet. Im Wald finden die Freunde schließlich das Dorf, in dem der Weihnachtsmann mit seiner Mannschaft lebt. Auch hier arbeitet der Autor die einzelnen Charaktere detailliert heraus und lässt die Leser schmunzeln. Im Dialog stehen das immer fröhliche Christkind, Knecht Ruprecht, der mürrische Gehilfe, und natürlich der gütige, weise Weihnachtsmann.

Was klar ist: Im Weihnachtsdorf herrscht Stress. Die Bescherung steht unmittelbar bevor. Die jungen Weihnachtsmänner müssen in der Schule ihre Prüfungen ablegen. Damit sie die schweren Säcke tragen können, trainieren sie zudem eifrig in der Turnhalle. Die Piloten absolvieren mit Harley und Davidson ihre Wolken-Testflüge. Und der Elch muss noch mit Lametta und Kugeln dekoriert werden, wie auf den witzigen Schwarz-Weiß-Illustrationen zu sehen ist. Die beiden Freunde sind auf jeden Fall begeistert und bieten gerne ihre Hilfe an. Aber bevor es so weit ist, müssen noch zwei Fragen geklärt werden: Sind die Rotmützen wirklich die Original-Weihnachtsmänner, und ist Paul Engel ein richtiger Engel mit Flügeln?

Am Ende haben der Elch und Paul viele Freunde gefunden. Sie alle freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest und ihren Wolkenflug mit Harley und Davidson. Die Leser werden diese amüsante und fantasievolle Geschichte lieben.

Die Rheinpfalz, 10. 12. 2009


Lieber Achim,

beim Resümee des heurigen Jahres warst du ein besonderer Höhepunkt.

(E-Mail von Werner Molitschnig, Landesschulrat für Kärnten, Dezember 2011)


Jugendbuchautor Achim Bröger in Celle

13.06.2011 • Autor: Extern

Zum 25-jährigen Bestehen der Bibliotheksgesellschaft Celle war der weltweit bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Achim Bröger zwei Tage lang in der Region Celle. Er las aus seinen Büchern und hielt einen Vortrag vor Erwachsenen.

Sechsmal las Bröger in Bibliotheken vor Kindern und Jugendlichen, in der Stadtbibliothek Celle, in der Zweigstelle Lauensteinplatz und in den Büchereien Bergen, Müden und Faßberg. Überall verstand er es großartig, die jungen Zuhörer in seinen Bann zu ziehen Er las nicht nur aus seinen Büchern, er erzählte, wie er zum Schreiben kam und wie er arbeitet, beantwortete Fragen und brachte die Schüler dazu, von eigenen Schreibversuchen zu erzählen Einige seiner Bücher stellte Achim Bröger vor und las Passagen vor, Heiteres, Hintersinniges und auch sehr Ernstes. Dabei brachte er nicht nur erzählende Texte, sondern präsentierte auch Sachbücher, seinen Kinderatlas oder sein Kinderlexikon. In dem Kinderlexikon werden Stichwörter nicht trocken erklärt, sondern durch kleine Geschichten vorgestellt.

Ganz gebannt waren die Kinder z. B., als Bröger in der Stadtbibliothek Celle den Beginn von „Flammen im Kopf“ vorlas, ein Buch, in dem es um große Themen geht, um Lebensgefahr und Tod, um Schuld und Angst. Achim Bröger konnte den jungen Zuhörern einen Eindruck vermitteln, was Literatur ist und welches Vergnügen das Lesen bringt.

Darum ging es auch, als er in der Stadtbibliothek Celle vor Eltern, Lehrkräften, Tagesmüttern, Erzieherinnen und Bibliothekaren das Thema behandelte: „Wie mache ich Kindern Lust auf Bücher?“ Die Lust am Lesen war der rote Faden des Abends. Eltern, die selbst Freude am Lesen haben, seien ein wichtiges Erlebnis für Kinder. Eltern, die ihren Kindern nicht aus Pflichtgefühl vorlesen, könnten ihr Vergnügen am Lesen auch den Kindern vermitteln.

Die Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern in die Bibliothek gehen oder sie in eine Buchhandlung mitnehmen. Die Kinder selbst Bücher aussuchen zu lassen und sie nicht aus falschem Ehrgeiz zu bevormunden, öffne den Weg zum Lesen. Dies veranschaulichte Bröger mit eindringlichen kleinen Geschichten und unterstrich sein Anliegen, indem er kurze Texte aus mehreren seiner Bücher vorlas. Die Zuhörer hat er ganz und gar überzeugt.

celleheute.de

(E-Mail vom 8. November 2011)


Heinrich-Böll-Schule: Jugendbuchautor Achim Bröger zu Gast bei Schülern und Erwachsenen

Eltern sind die Lese-Vorbilder

FÜRTH. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse lud das Mediotheksteam der Heinrich-Böll-Schule zu einer Lesung mit dem bekannten Jugendbuchautor Achim Bröger ein. Die Fünft- und Sechstklässler der integrierten Gesamtschule lauschten voller Interesse den Ausführungen des Schriftstellers, der natürlich auch Kostproben aus seinen Werken vorlas.

Als Ergänzung zur Lesung von Achim Bröger für die Schüler fand ein Themenabend unter dem Motto „Wie mache ich Kinder neugierig auf Bücher?“ statt. Eingeladen waren Eltern, Erzieher, Lehrer und lesebegeisterte Erwachsene, die ihr Faible für Bücher an Kinder übertragen wollen.

Die öffentliche Jugendmediothek der HBS nutzte den Besuch des renommierten Kinder- und Jugendbuchautors, um einen weiteren Beitrag zur Leseförderung der Schule zu leisten. Allerdings hätten sich die Veranstalter eine größere Resonanz auf das Angebot gewünscht, zumal mit Achim Bröger ein echter Profi als Referent gewonnen werden konnte.

Achim Bröger erzählte seinen Zuhörern zunächst von seiner eigenen Lesesozialisation und verriet, dass er aus einer schreibenden Familie entstammt, sodass seine Berufswahl nichts Ungewöhnliches darstellte. Mut zum Schreiben machte ihm ein ehemaliger Deutschlehrer am Gymnasium. Bröger gab aber auch zu, während der Pubertät eine längere Leseunlust an den Tag gelegt zu haben – eine vorübergehende Erscheinung. Der Autor betonte mehrfach, stolzer Besitzer von 8000 Büchern zu sein. Er stellte als wichtigen Aspekt für eine früh angelegte positive Lesesozialisation den selbstverständlichen Umgang der Familie mit Büchern, Zeitschriften und Zeitungen heraus.

Väter, die über eine Buchstelle laut lachen, Mütter, die beim Lesen Tränen vergießen, sind für Bröger ideale Vorbilder, da Kinder unmittelbar erlebten, welche Gefühle Bücher und das Lesen auslösen können. Kinder verspürten folglich das Bedürfnis, ebenfalls solche berührende Erfahrungen mit Büchern zu machen.

Ritualisiertes und regelmäßiges Vorlesen in einer Wohlfühlatmosphäre ist nach Bröger ebenso immer noch eines der effektivsten Mittel, Kinder für Bücher zu begeistern. Begeisterung könne aber nur entstehen, betonte der Autor, wenn aus Büchern vorgelesen werde, die beide Seiten, den erwachsenen Vorleser und das zuhörende Kind, fesselten und faszinierten.

Als Beispiel für generationsüberreifende Lektüre gab Bröger seinem Publikum eine seiner Alltagsgeschichten aus seinem Vorlesebuch zum Besten. „Besuch bei den Friedrichs“ löste beim abendlichen Publikum viele Lacher aus. Bröger ging auch kurz auf die Kriterien ein, die Bücher für Erstleser erfüllen sollten, um die Motivation zu stärken. Ansprechende Illustrationen, ein geeigneter Schriftsatz und eine nicht zu umfangreiche Seitenzahl zählten dazu.

Seiner Meinung nach sollten Eltern das erste selbst gelesene Buch wie andere „Erstlingswerke“ auch mit einem Familienfest hervorheben und würdigen. Bröger ermunterte Eltern, Lehrer und Erzieher auch zum Besuch von Bibliotheken und Buchhandlungen mit großer Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur.

Er forderte die Erwachsenen auf, dem Kind die Wahl des Buchs zu lassen, auch wenn diese nicht mit der des begleitenden Erwachsenen übereinstimmen sollte und einige Zeit in Anspruch nehmen könnte. Nur dann sei die große Wahrscheinlichkeit gegeben, dass das erworbene Buch tatsächlich gelesen werde und nicht wie viele geschenkte Bücher ein Schattendasein im Regal führen müsste.

Zwischen all seinen theoretischen Ausführungen verstand es Bröger geschickt, durch Auszüge aus seinem Weihnachtsbuch („Mein 24. Dezember“) und seinem Adventskalender der ungewöhnlichen Wünsche, seine literarischen Qualitäten zu demonstrieren. Abschließend stellte Bröger den Wert von Sachbüchern heraus, deren Qualitäten und Anziehungskraft auf männliche Jungleser oftmals unterschätzt würden. Bröger präsentierte dazu seinen Zuhörern sein von ihm verfasstes Kinderlexikon, das Sachinformationen verpackt in kleine Geschichten bietet.

Brögers ganzer Stolz war jedoch zu spüren, als er seinen Diercke-Kinderatlas vorstellte, ein Projekt, das ihm 20 Jahre lang ein Anliegen war und ihn während der Realisation zwei Jahre in Atem hielt. In diesem hochwertigen Atlas präsentiert er geografische Elemente mit anschaulich gestalteten erzählenden Passagen, was den Unterhaltungseffekt erheblich steigert.

Abschließend lobte Bröger die ungeheure Auswahl und Vielfalt, die die Kinder- und Jugendliteratur mit nahezu jährlich 8000 neuen Titeln biete. Er verwahrte sich gegen die von ihm als Vorurteil eingestufte Behauptung, Kinder lehnten heute das Lesen ab.

Odenwälder Zeitung, 17 Oktober 2012


Beurteilungstext der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW:

Das Buch "Vier Fälle für die Power-Maus" enthält vier Detektivfälle, die Pauline und Paul sowie ihre Assistenten Kater Colt und die Power-Maus lösen. So erwischen sie die Kuschelkätzchen, die seit einigen Wochen in einem Süßwarenladen die Schokolade klauen, sie entlarven Niklas als Blumendieb, bringen den weggelaufenen Kater "Prinz von Hoheneck-Schleifenstein" zurück zu Frau von Mumpitz und verfolgen "001", der das Fahrrad von Pauls Papa einfach weggenommen hat. Bei den Detektivfällen kommen ihnen oft der Nachbar Detektiv Schörlock mit seinem Hilfsdetektiv "001" in die Quere. Das spannende und lustige Buch eignet sich für fortgeschrittene Leser ab acht Jahren, da der Text schon sehr umfangreich ist. Bei den Zeichnungen, die den Text auflockern, begleiten, aber auch stellenweise ergänzen, wurden die Farben weiß, rot und schwarz in verschiedenen Abstufungen verwendet. Dadurch nehmen die Illustrationen innerhalb der Geschichte einen bedeutenden Stellenwert ein, sie wirken jedoch nicht aufdringlich. Die vier Detektivfälle wurden nebenbei mit den vier grammatikalischen Fällen (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) verbunden. Der Name des grammatikalischen Falles sowie die entsprechenden Fragen und Antworten, die sich immer auf den jeweiligen Detektivfall von Paulina und Paul beziehen, sind immer in roter Farbe gedruckt. Dadurch neben sie sich vom restlichen Text ab und sind für Kinder gut erkennbar. So können die Mädchen und Jungen neben dem sinnerfassenden Lesen auch die vier Fälle auf spielerische Art und Weise kennen lernen, wiederholen oder gegebenenfalls üben.